Der Beitrag privater Gesundheitsunternehmen auf einen Blick
Private Gesundheitsunternehmen übernehmen Verantwortung in der Grundversorgung und in der hochspezialisierten Medizin – von der Notfallversorgung über Reha und Hausarzt- und Therapieangebote. Die wichtigsten Kennzahlen zeigen ihren Anteil an Pflegetagen, Geburten, Notfallversorgung und Infrastruktur in der Schweiz.
Wie ospita-Mitglieder zur Versorgung beitragen
28%
ALLER PFLEGETAGE WERDEN VON IHNEN GELEISTET.
20%
ALLER KINDER KOMMEN IN IHREN SPITÄLERN ZUR WELT
27%
ALLER NOTFALLSTATIONEN WERDEN VON IHNEN BETRIEBEN
ospita erklärt
Antworten auf die häufigsten Fragen rund um private Gesundheitsversorgung
SIND PRIVATE GESUNDHEITSUNTERNEHMEN TEIL DES OFFIZIELLEN VERSORGUNGSAUFTRAGS?
Das Schweizer Gesundheitssystem ist dual aufgebaut. Öffentliche und private Leistungserbringer ergänzen sich und sichern gemeinsam die Versorgung der Bevölkerung. Das ist in der Verfassung so vorgesehen. Viele private Spitäler sind Listenspitäler mit gesetzlichem Leistungsauftrag und erbringen Leistungen der obligatorischen Krankenversicherung. Sie sind damit kein Zusatzangebot, sondern Teil des verbindlichen Versorgungssystems.
Welche Rolle spielen private Gesundheitsunternehmen im Versorgungsalltag der Schweiz?
Private Gesundheitsunternehmen sind ein fester Bestandteil der medizinischen Versorgung in der Schweiz. Sie übernehmen Verantwortung in der Grund- und Spezialversorgung und sind regional stark verankert. Ob Geburt, Notfall, Rehabilitation oder ambulante Eingriffe: Private Anbieter sorgen gemeinsam mit öffentlichen Spitälern dafür, dass Versorgung dort funktioniert, wo Menschen sie brauchen.
Wie ergänzen sich private und öffentliche Spitäler in der Schweiz?
Private und öffentliche Spitäler sind Partner im selben System. Sie übernehmen unterschiedliche Rollen, arbeiten zusammen und entlasten sich gegenseitig. Diese Zusammenarbeit ist eine Stärke des Schweizer Gesundheitssystems. Sie ermöglicht Vielfalt, Flexibilität und eine stabile Versorgung auch in Zeiten steigender Nachfrage und begrenzter Ressourcen.
Stehen private Gesundheitsunternehmen allen Patientinnen und Patienten offen?
Ja. Behandlungen im Rahmen der obligatorischen Krankenversicherung stehen allen Menschen offen – unabhängig von Einkommen oder Versicherungsstatus. Der verbreitete Eindruck, private Spitäler seien ein Luxusangebot, entspricht nicht der Realität.
Sind Behandlungen in privaten Spitälern teurer als in öffentlichen Häusern?
Nein. Für Behandlungen im Rahmen der obligatorischen Krankenversicherung sind private Spitäler im Durchschnitt nicht teurer als öffentliche – häufig sogar günstiger. Denn ihre Vergütung ist pro Behandlungsfall tiefer. Zudem arbeiten private Gesundheitsunternehmen in der Regel ohne Subventionen oder Defizitdeckungen und tragen Investitionen selbst. Diese Eigenverantwortung führt zu effizienten Abläufen und einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen bei gleichbleibend hoher Qualität.
Warum spricht ospita von «naher Versorgung»?
Nahe Versorgung entsteht dort, wo medizinische Angebote regional erreichbar sind und Verantwortung klar zugeordnet ist. In privaten Gesundheitsunternehmen begleiten oft dieselben Belegärztinnen und Belegärzte ihre Patientinnen und Patienten über den gesamten Behandlungsprozess hinweg – von der Abklärung bis zur Nachsorge.
Diese Kontinuität, kurze Entscheidungswege und schlanke Organisationen ermöglichen persönliche Betreuung ohne Brüche.
Warum spielen private Gesundheitsunternehmen eine zentrale Rolle bei der Ambulantisierung?
Ambulante Versorgung ist politisch gewollt und medizinisch sinnvoll. Private Anbieter haben diesen Wandel früh mitgestaltet: mit ambulanten OP-Zentren, effizienten Patientenpfaden und innovativen Versorgungsmodellen. Ihre Strukturen erlauben es, neue Lösungen rasch umzusetzen und so stationäre Aufenthalte dort zu vermeiden, wo sie nicht nötig sind. Das kommt den Patientinnen und Patienten ebenso zugute wie dem Gesamtsystem.